Neuzugang im historischen Bahnbetriebswerk Hanau

Am 31. August 2026 wurde die Akku-Kleinlok 381 020-7 von Mainz-Bischofsheim in das historische Bahnbetriebswerk Hanau überführt. Mit ihr erreicht ein seltenes und besonders interessantes Fahrzeug der deutschen Rangiergeschichte seine neue Heimat.

Die 1938 als Ks 4987 gebaute Lok gehört zur Leistungsgruppe II der Akku-Kleinlokomotiven. Den mechanischen Teil fertigte die Rheiner Maschinenfabrik Windhoff (Fabriknummer 406); die elektrische Ausrüstung stammt von Siemens-Schuckert-Werke. Seit 1968 trägt sie die EDV-Nummer 381 020-7.

Im Unterschied zu den bekannteren dieselbetriebenen Kleinloks bezog die 381 ihre Energie aus mitgeführten Akkumulatoren. Diese Antriebsart ermöglichte leises und abgasfreies Rangieren – ein großer Vorteil besonders in Werkhallen und Tunneln. Die Lok besitzt zwei angetriebene Achsen, ist rund 6,45 Meter lang, wiegt etwa 17 Tonnen und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 27 km/h.

Ihre Einsatzgeschichte führte die Lok unter anderem nach Cochem an der Mosel, wo sie als Tunnelhilfslok verwendet wurde, sowie zum Bahnbetriebswerk Frankfurt (Main) 2, wo sie beim Bau des S-Bahn Tunnel eingesetzt wurde. Dort stand sie bis zum 1. Juli 1996 im Einsatz.

Charakteristisch für die 381 020-7 sind ihre großen Scheinwerfer, die sie bereits in den 1970er-Jahren erhielt. Im historischen Bahnbetriebswerk Hanau ergänzt sie künftig die Sammlung um ein bedeutendes Zeugnis des elektrischen Rangierbetriebs und der technischen Vielfalt deutscher Kleinlokomotiven.